Jubiläen
Im Jahr 2008 ist der
300. Geburtstag
und der
250. Todestag
von Michael Gabriel Fredersdorff
Michael Gabriel Fredersdorff
(auch Fredersdorf geschrieben),
geboren 1708 in Gartz an der Oder (Taufdatum laut Kirchenbuch 3. Juni 1708) als Sohn des dortigen Stadtmusikus,
gestorben am 12. Januar 1758 in Potsdam, von wo ihn seine Witwe nach Zernikow hat überführen lassen.
Erster Kammerdiener Friedrichs des Großen in dessen Rheinsberger Zeit. Der König verlieh ihm nach seiner Thronbesteigung im Jahre 1740 den Titel eines "Geheimen Kammeriers" und schenkte ihm das Gut Zernikow. ("Daß Fredersdorf in ganz besonderer Gnade bei Friedrich stehen mußte, - obschon der Amtstitel, den Fredersdorf 1740 bei der Thronbesteigung seines jungen Herrn erhielt, nur der eines " Geheimen Kammeriers" war und lebenslang blieb - wurde den Zeitgenossen sichtbar durch die verblüffende Tatsache, daß ihn der König ... durch Schenkung des Gutes Zernikow bei Rheinsberg zum Rittergutsbesitzer machte! Das war um so erstaunlicher, als der Übergang von Rittergütern in bürgerliche Hände grundsätzlich sehr gegen Friedrichs eigene Meinung war."
In : "Die Briefe Friedrichs des Grossen an seinen vormaligen Kammerdiener
Fredersdorf".
(Herausgegeben und erschlossen von Johannes Richter. Berlin 1926. S. 19-20)
Karoline Marie Elisabeth Daum,
geb. 27.7.1730 in Potsdam,
gest. 10.3.1810 in Berlin (in ihrer dortigen Wohnung "am Quarrée 4", dem späteren Pariser
Platz in der Nähe des Brandenburger Tores).
Tochter des Bankiers und Fabrikanten Gottfried Adolph Daum. In einer autobiographischen Skizze
schrieb sie 1777 über ihren ersten Mann: "Sein Verlust und sein Andenken wird immer unvergeßlich bleiben, da unsere Liebe
wohl unstreitig die reinste und treueste gewesen, so je zu finden, welcher dieser würdige Mann von meiner Seite auch gewiß
verdienet, da ihm außer der schönsten angenehmsten Bildung auch die Vorsicht mit dem aufgeklärtesten Verstande, Fähigkeiten
und Munterkeit des Geistes begabet hatte, die schwerlich ihres Gleichen finden."
(Zitat aus einer im Goethe-Schiller-Archiv in Weimar befindlichen Abschrift besagter autobiografischen
Skizze in: " Arnims Briefe an Savigny 1803-1831 mit weiteren Quellen als Anhang". Herausgegeben und kommentiert von
Heinz Härtl, Weimar 1982. S. 390-391).
(1759 heiratete sie in zweiter Ehe den Rittmeister Carl Friedrich Leopold von Aschersleben, ließ
sich aber "wegen schlechter Begegnung", wie sie in obengenannter autobiografischer Skizze schreibt, schon nach drei
Monaten wieder scheiden.)
In dritter Ehe heiratete sie am 21. Juli 1760 den aus Pommern stammenden Geheimen Stiftsrat zu Quedlinburg Hans Labes (geb.am 6.1.1731 gest. am 27.7.1776 in Zernikow).