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Freuet euch der schönen Erde

 

Interessantes

Geschichte der Kirche von Zernikow

Die Kirche in Zernikow wurde im 13. Jahrhundertals Wehrkirche aus Feldsteinen errichtet. mehr dazu »

Einige Links

  • www.ekbo.de
  • Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-
    schlesische Oberlausitz
  • Weitere Links »

Freuet euch der schönen Erde

 

Schnecken:

 

 

Freuet euch der schönen Erde,
denn sie ist wohl wert der Freud.
O was hat für Herrlichkeiten
Unser Gott da ausgestreut.

(Philipp Spitta 1833)

 

Gott wird uns nicht glaubhaft,
wenn wir nicht ein großes Werk vor Augen haben,
das von ihm stammt, und das erste Werk Gottes,
das wir zu sehen haben, ist die Natur.

(Adolf Schlatter)

 


Kirchen und Kirchhofsmauern

Kirchenmauer von Zernikow

Kirchen und Kirchhofsmauern sind neben ihrem Alter Biotope mit einem hohen Kalkgehalt in der sonst meist kalkarmen brandenburgischen Landschaft. Das führt dazu, dass eine Reihe von kalkliebenden oder kalkbedürftigen Arten hier ein besonderes Refugium finden. Zu diesen Arten gehören Pflanzen wie Moose und Farne sowie Tiere, in diesem Fall eine Reihe von Schnecken.

Die Kirchhofsmauer von Zernikow gehört von den bisher untersuchten 42 Standorten in Brandenburg mit 17 nachgewiesenen Arten, zu den Standorten mit der höchsten Artenzahl und der höchsten Besiedlungsdichte. Dazu zählen die gefährdeten Schneckenarten Balea perversa (Zahnlose Schließmundschnecke) und Helicigona lapicida (Steinpicker, siehe Foto).

Schnecken: Steinpicker

Balea Perversa steht auf der roten Liste der Bundesrepublik, Helicigona lapicida als Art auf der roten Liste in Brandenburg. In Brandenburg sind nur noch sechs Standorte dieser Schneckenarten bekannt. Die Mauer wird u. a. auch von verschiedenen gefährdten Farnarten besiedelt, dazu gehören Asplenium ruta-muraria (Mauerraute, siehe Foto) und Asplenium trchomanes (Braunstieliger Streifenfarn).

Die Kirchhofsmauer und der Eingang zum Friedhof, auf dem auch die Dorfkirche steht, war von Einsturz betroffen. Ein komplette Sanierung hätte den Lebensraum der vielen festgestellten Arten zerstört. In Absprache mit einem Biologen und Molluskenkenner wurden Teile der Kirchhofsmauer so saniert, dass die Statik gefestigt wurde und nur Teilbereiche der Feldsteinmauer mit Putz gefestigt wurden. Mehrere Quadratmeter blieben als Lebensraum für die Schnecken erhalten.

Mauerraute

Für die Schneckenarten sind Ritzen und Spalten erforderlich, in die sich besonders die Balea Perversa zurückziehen kann.

 

Fachliche Informationen von Siegfried Petrick, Burow
Bildautor: Karl-Heinz Teichler

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